Golf-Kleiderordnung: Was zieht man beim Golf an?

Was Sie beim Golf tragen, um auf den Platz zu dürfen und bei Hitze wie Regen gut zu spielen: Dresscode für Damen und Herren, Schichten, Regenkleidung, Größen.

Golfkleidung hat zwei Aufgaben: der Kleiderordnung des Platzes zu entsprechen und Ihnen mehrere Stunden bequemes Spielen bei jedem Wetter zu ermöglichen. In diesem Ratgeber erfahren Sie, was für Damen und Herren üblicherweise gilt, wie Sie sich nach dem Zwiebelprinzip kleiden, worauf Sie bei Regenkleidung achten sollten und wie Sie Ihre richtige Größe ermitteln.

Dresscode: Was auf den meisten Plätzen gilt

Die Kleiderordnung legt jeder Club selbst fest, deshalb unterscheidet sie sich von Platz zu Platz. Bevor Sie auf einem neuen Platz spielen, schauen Sie auf dessen Website oder fragen Sie vorab nach. Bei Turnieren gelten meist strengere Regeln als beim normalen Spiel.

KleidungsstückIn der Regel in OrdnungWorauf Sie achten sollten
Oberteil – HerrenPoloshirt oder Hemd mit KragenGolfshirts ohne Polokragen, mit kleinem Stehkragen (Mock Neck), akzeptieren heute viele Plätze; ein gewöhnliches T-Shirt geht auf strengeren Plätzen nicht durch.
Oberteil – DamenPolo mit Kragen, mit oder ohne ÄrmelEin Top ohne Ärmel und zugleich ohne Kragen geht auf strengeren Plätzen nicht durch.
HosenGolfhosenJeans, Trainingshosen und Cargohosen trägt man auf dem Platz in der Regel nicht.
ShortsKnielange GolfshortsStrand- und Sportshorts sowie Cargoshorts gehen in der Regel nicht durch.
Damen – Röcke und ShortsRock, Skort (Rock mit eingenähten Shorts) oder Shorts in angemessener LängeDie genaue Länge legt der Club fest.
KopfbedeckungCap oder Mütze auf dem PlatzIm Clubhaus traditioneller Clubs nehmen Sie sie ab.

Wenn Sie unsicher sind, liegen Sie mit einem Poloshirt mit Kragen, einer Golfhose oder knielangen Shorts und Golfschuhen richtig. Damen können statt einer Hose einen Rock oder Skort wählen. Ein Gürtel rundet das Outfit ab.

Zwiebelprinzip: drei dünne Schichten statt einer warmen

Eine 18-Loch-Runde dauert meist rund vier Stunden, und in dieser Zeit ändern sich das Wetter und Ihr Wärmeempfinden. Morgens ist es oft kühl, mittags warm, beim Gehen wird Ihnen warm und beim Warten am Abschlag kühlen Sie wieder aus. Dünne Schichten können Sie nach Bedarf aus- und wieder anziehen. Eine einzige dicke Jacke bietet diese Möglichkeit nicht und schränkt zudem den Schwung ein.

Basisschicht: Schweiß ableiten

Direkt auf der Haut sollte ein Material liegen, das den Schweiß nach außen leitet. Baumwolle saugt Schweiß auf und trocknet lange, deshalb frieren Sie darin an kühleren Tagen. Bei warmem Wetter genügt ein Golfpolo aus Funktionsmaterial, bei Kälte ziehen Sie langärmelige Thermounterwäsche darunter.

Mittlere Schicht: Wärme, die Sie leicht ablegen

Über das Polo kommt ein Pullover, eine Fleecejacke oder ein Oberteil aus Merinowolle. Diese Schicht hält warm, und Sie können sie während der Runde leicht ausziehen und im Golfbag verstauen. Achten Sie bei der Auswahl von Sweatshirts und Pullovern darauf, dass die Ärmel beim Schwung nicht ziehen. Westen wärmen den Oberkörper und lassen die Arme völlig frei. Deshalb eignen sie sich für kühlere Morgen und für Spieler, die sich beim Schwung von Ärmeln gestört fühlen.

Äußere Schicht: Wind und Regen

Ganz nach außen gehört eine Wind- und Regenjacke. An einem trockenen, aber windigen Tag genügt eine Windjacke. Droht Regen, nehmen Sie eine wasserdichte Jacke mit Membran mit.

Bevor Sie neue Kleidung auf den Platz mitnehmen, machen Sie zu Hause einen Probeschwung: Drehen Sie die Schultern wie beim Rückschwung und heben Sie die Arme über den Kopf. Die Ärmel sollten nicht ziehen, das Polo sollte nicht aus der Hose rutschen und der Kragen nicht einengen. Elastische Materialien erleichtern die Bewegung.

Was Sie je nach Wetter mitnehmen

Die Vorhersage kann sich während der Runde ändern, packen Sie deshalb immer eine zusätzliche Schicht ins Bag. Eine Übersicht zur Orientierung:

WetterKleidungAccessoires und was Sie einpacken
Hitze und SonneLeichtes Polo in heller Farbe, Shorts oder Rock, FunktionssockenCap, Sonnenbrille, Sonnencreme
Wechselhaftes Wetter im Frühjahr und HerbstPolo, Pullover oder Weste, lange HoseWindjacke, Mütze für kühle Morgenstunden
RegenWasserdichte Jacke und Hose, wasserdichte SchuheRegenhandschuhe, Schirm, zwei Handtücher, Ersatzsocken
Kälte und WinterThermounterwäsche, Fleece oder Pullover, winddichte Jacke, warme HoseWinterhandschuhe, Mütze, warme Socken

Sommer: Schutz vor der Sonne

Auf dem Platz sind Sie stundenlang in der Sonne, oft ohne Schatten. Helle Farben heizen sich weniger auf, und leichte Funktionsmaterialien trocknen schnell. Bei manchen Golfbekleidungsstücken ist ein UV-Schutzfaktor (UPF) angegeben: Je höher die Zahl, desto weniger UV-Strahlung lässt der Stoff durch. Schützen Sie den Kopf mit Cap oder Mütze und die Augen mit einer Sonnenbrille.

Winter: warmer Körper, empfindliche Hände

Bei Kälte setzen Sie auf Thermounterwäsche, eine warme mittlere Schicht und eine winddichte äußere Schicht, die den kalten Wind abhält. Die Hände wärmen Winter-Golfhandschuhe, den Kopf eine Mütze. Halten Sie die Hände zwischen den Schlägen in den Taschen oder in Handschuhen, denn mit klammen Fingern spüren Sie den Schläger schlechter.

Golf bei Regen: So wählen Sie wasserdichte Kleidung

Beim Golf gehen Sie, Sie schwitzen, und bei jedem Schlag schwingen Sie mit dem ganzen Körper. Regenkleidung muss deshalb Wasser abhalten, Dampf nach außen lassen und darf die Bewegung nicht einschränken. Achten Sie bei wasserdichter Jacke und Hose auf diese Eigenschaften:

  • Die Wassersäule wird in Millimetern angegeben und sagt, wie hoch eine Wassersäule sein darf, bevor das Material Wasser durchlässt. Je höher der Wert, desto wasserdichter ist die Kleidung; vergleichen Sie ihn zwischen Modellen, bei denen der Hersteller ihn angibt.
  • Atmungsaktivität entscheidet, wie gut der Schweiß nach außen gelangt. In einer nicht atmungsaktiven Jacke werden Sie von innen nass, auch wenn kein einziger Regentropfen durchkommt.
  • Eine Membran ist eine dünne Schicht, die Wassertropfen nicht hinein-, Wasserdampf aber hinauslässt. Neben dem bekannten Gore-Tex verwenden Hersteller auch eigene Membranen.
  • Leises, weiches Material raschelt nicht und bremst die Bewegung nicht, sodass es Sie beim Schwung nicht stört.
  • Schnitt: Die Ärmel sollten beim Schwung weder ziehen noch über die Handgelenke rutschen; verstellbare Ärmelbündchen helfen.

Regenhosen zieht man meist über die normale Golfhose. Praktisch sind Reißverschlüsse an den Knöcheln, mit denen Sie die Hose auch über die Schuhe ziehen können.

Was bei Regen außerdem hilft

  • Regenhandschuhe halten bei Nässe besser als normale Lederhandschuhe. Es gibt einzelne Handschuhe und Paare für beide Hände; prüfen Sie vor dem Kauf den Packungsinhalt.
  • Ein Golfschirm ist größer als ein normaler Regenschirm. In seine Streben können Sie ein Handtuch hängen, das so trocken bleibt.
  • Zwei Handtücher: eines für Schläger und Ball, das andere trocken für Hände und Griffe.
  • Wasserdichte Golfschuhe halten die Füße auch auf nassem Gras trocken. Auch Ersatzsocken im Bag sind praktisch.

Kleidergröße: So messen Sie richtig

Größen fallen je nach Marke unterschiedlich aus, verlassen Sie sich deshalb nicht nur auf die Zahl auf dem Etikett Ihrer vorhandenen Kleidung. Messen Sie sich mit einem Maßband und vergleichen Sie die Werte mit der Größentabelle der jeweiligen Marke.

  • Brust: an der breitesten Stelle unter den Achseln, das Maßband waagerecht führen.
  • Taille: messen Sie direkt am Körper an der in der Herstellertabelle angegebenen Stelle; halten Sie das Maßband waagerecht, ohne es festzuziehen.
  • Hüfte: an der breitesten Stelle über das Gesäß.
  • Innenbeinlänge: vom Schritt an der Innenseite des Beins nach unten bis dorthin, wo das Hosenbein enden soll.

So messen Sie eine Hose

Prüfen Sie zuerst, ob die Größentabelle Körpermaße oder Maße des fertigen Kleidungsstücks angibt. Körpermaße nehmen Sie nach den Anweisungen des Herstellers direkt am Körper. Zum Vergleich von Kleidungsmaßen schließen Sie eine gut passende Hose und legen sie flach hin. Verdoppeln Sie die Bundbreite von Kante zu Kante und messen Sie die Innenbeinlänge von der Schrittnaht bis zum Saum. Verwechseln Sie Kleidungsmaße nicht mit Körpermaßen.

Golfhosen werden oft in Zollgrößen verkauft: W steht für den Bundumfang, L für die Innenbeinlänge. Ein Zoll sind 2,54 cm, W32 bedeutet also einen Bundumfang von etwa 81 cm und L34 eine Innenbeinlänge von etwa 86 cm. Die Zahl auf dem Etikett muss aber nicht genau dem tatsächlichen Maß entsprechen, deshalb ist die Größentabelle der Marke entscheidend.

Probieren Sie Jacken und Pullover über den Schichten an, die Sie darunter tragen werden, und machen Sie dabei einen Probeschwung. Passt die Größe nicht, bieten wir eine freiwillige Rückgabe bis zu 100 Tage nach Erhalt gemäß unseren Geschäftsbedingungen. Für die verlängerte Frist bewahren Sie die Kleidung unbenutzt, vollständig und mit Etiketten in der Originalverpackung auf; das gesetzliche Widerrufsrecht während der ersten 14 Tage bleibt unberührt.

Schuhe und Socken

Golfschuhe gehören zur Kleiderordnung und sorgen für einen stabilen Stand beim Schwung. Wählen Sie je nach Sohle Schuhe mit oder ohne Spikes: Spikes halten auf nassem Gras und am Hang besser, spikelose Schuhe können Sie auch abseits des Platzes tragen. Dazu gehören Funktionssocken, die Schweiß ableiten und vor Blasen schützen, denn während einer Runde legen Sie mehrere Kilometer zurück.

Zusammenfassung

  • Die Kleiderordnung bestimmt der Club, informieren Sie sich vorab. Sicher sind ein Polo mit Kragen, eine Golfhose oder knielange Shorts und Golfschuhe, Jeans dagegen nicht.
  • Kleiden Sie sich in Schichten: eine Funktionsschicht auf der Haut, eine wärmende mittlere und eine äußere gegen Wind und Regen. Eine zusätzliche Schicht gehört ins Bag.
  • Achten Sie bei Regenkleidung auf Wassersäule, Atmungsaktivität, leises Material und einen Schnitt, der den Schwung nicht bremst.
  • Im Sommer helle Farben, UV-Schutz, Cap und Sonnenbrille, im Winter Thermounterwäsche, Winterhandschuhe und Mütze.
  • Wählen Sie die Größe nach der Tabelle der Marke. Bei Hosen sind W und L in Zoll angegeben (1 Zoll = 2,54 cm), Jacken probieren Sie über weiteren Schichten an.

Wenn Sie Ihre Garderobe für die Saison ergänzen, sehen Sie sich unser Angebot an Golfbekleidung und Golfschuhen an.

Häufige Fragen

Darf man in Jeans Golf spielen?

In der Regel nicht. Tragen Sie eine Golfhose oder knielange Shorts und prüfen Sie die Regeln des jeweiligen Platzes vorab.

Muss ein Golfshirt einen Kragen haben?

Traditionell ja. Viele Plätze akzeptieren heute auch ein Golfshirt ohne Polokragen, mit kleinem Stehkragen (Mock Neck), bei Turnieren und in traditionellen Clubs sollten Sie aber mit Kragen rechnen.

Was zieht man beim Golf an, wenn es regnet?

Eine wasserdichte Jacke und Hose über der normalen Kleidung, wasserdichte Schuhe und Regenhandschuhe. Packen Sie einen Schirm und zwei Handtücher ins Bag, damit Sie Hände und Griffe abtrocknen können.

Wie finde ich die richtige Größe einer Golfhose?

Messen Sie Taille und Innenbeinlänge nach den Anweisungen der jeweiligen Marke. Unterscheiden Sie Körpermaße von Kleidungsmaßen und vergleichen Sie nur dieselbe Art von Maßen. W und L werden in Zoll angegeben.

Weitere Themen finden Sie in der Übersicht unserer Golf-Ratgeber.